Mein Kater fristet sein Dasein im Keller, während ich nicht Reise?

Mein Kater fristet sein Dasein im Keller, während ich nicht Reise?

Anmerkung: Ich hab den alten Stinkekater umbenannt, weil Sir Finan schlicht und einfach jeder falsch ausspricht und den Namen sich wirklich KEINER merken kann…Die Community hat sich für FINN entschieden, was auch super zu ihm passt 🤪

Es ist kalt.
Nass.
Dunkel.
Finn liegt zittern auf dem harten Steinboden des dunklen Kellers und wartet. Er wartet auf den Moment, wenn sich die quietschende Tür abermals  öffnet, ein gleißender Lichtstrahl von draußen in diesen gottverlassenen Ort dringt und er endlich wieder raus darf. Das Herumreisen mit den bescheuerten Hunden mag er so gar nicht, aber alles ist besser, als hier sein Dasein zu fristen. 

So in etwa könnte der Alltag von Finn aussehen…

oder so:

Finn sitzt in der Ecke des Raumes und wartet geduldig, bis Lia und die Hunde endlich nach Hause kommen. Nur kurz konnte er sich von der letzten Reise erholen. Sicher fahren sie heute wieder los und er kann endlich von diesem dämlichen Geschirr und der Kette weg, die ihn hier halten. Eigentlich wäre er viel lieber draußen, würde spielen, die Gegend erkunden. Aber Lia lässt ihn nie raus…Viel zu groß ist die Angst, er könnte verloren gehen, oder sich gar anderen Katzen da draußen anschließen. 

Spaß beiseite, auch wenn´s schrecklich klingt, aber die Frage, ob mein Kater ein artgerechtes Leben führen kann und darf, kommt sooo oft, dass ich gar nicht anders kann, als hier darauf einzugehen.

Naaaa schon neugierig? 🙃

Finn ist der Oberboss unserer kleinen Familie und darf so ziemlich alles, was er will. Hat er keinen Bock mit uns Auto zu fahren, bleibt er eben zu Hause.

Doch woran erkenne ich, dass er keinen Bock hat Auto zu fahren?🧐

Ganz einfach. Ich packe meistens erst meine eigenen Sachen ins Auto, dann die Hunde und am Ende erst den Kater. Er rafft dann schon recht schnell, wieso ich ihn rufe und rennt entweder weg, wenn ich ihn hochnehmen will, oder kommt erst gar nicht. Da ich weder Lust, noch Zeit habe, meinem Kater nachzurennen, lass ich ihn dann einfach zu Hause. Außerdem soll er selbst entscheiden dürfen, ob er Lust hat Auto zu fahren. Manchmal springt er aber auch schon von alleine mit rein und wartet bis es los geht.

Wo schläft der Kater nachts?

Finn schläft zu 90% im Hundebett bei Quinn, oder in meinem eigenen Bett. Ganz selten mal schläft er draußen, da er nach der Fütterung abends gar nicht mehr raus will, sondern lieber bei uns ist. Da er ein lieber Kater ist, weckt er mich auch nachts nicht, sondern wartet brav, bis entweder mein Wecker klingelt, oder ich mich bewege. Dann klettert er auf meinen Bauch und kuschelt noch eine Runde. Was nicht heißt, dass er nicht penetrant ist…Er kann nämlich auch ganz schön nervig sein!

Darf er auch mal raus, und wenn ja, wie oft?

Wenn ich aus dem Haus gehe, kommt er mit raus. Dann darf er so lange draußen bleiben, wie er eben Lust hat. Da er das Geräusch von meinem Auto kennt, kommt er auch sofort angerannt, wenn ich nach Hause komme und bleibt mir danach meistens dicht auf den Fersen. Ich habe da keine besondere Regelung. In meiner neuen Wohnung gibt´s eine Katzenklappe mit Chip, die jederzeit für ihn offen sein wird. So kann er sich frei bewegen, wie er Lust hat. Bisher hat er sich mal noch nie beschwert und Türen demoliert. Also scheint er mit der Handhabung ganz zufrieden zu sein. 😎

Eine Katze alleine halten? Fehlt ihm kein Spielpartner?

Das Thema ist heiß umstritten. Die Einen sagen, Katzen sollte man mindestens zu zweit oder zu dritt halten, die Anderen sagen, Katzen sind Einzelgänger.

Ich sage dazu Folgendes: Es gibt Katzen und es gibt Katzen. Man sollte nichts Pauschalisieren und schon gar nicht immer alles für Richtig oder Falsch halten. Ich bin sicher, wenn ich einen zweiten Kater oder eine zweite Katze hätte, dann würden die Zwei sicher spielen und Kuscheln. Genauso wie er es mit meinen Hunden auch macht. Ich habe ihn, außer einmal, niemals bösartig gegenüber anderen Katzen erlebt. Also wäre das schonmal kein Problem.

Das Zweite ist: Er hat täglich, stundenlang die Möglichkeit Kontakt zu anderen Katzen zu haben und zu spielen. Entweder lebten die Katzen mit im Haus, oder der Nachbar hatte zwei bis drei Katzen, die sich viel bei uns aufhielten. Er war praktisch nie alleine draußen unterwegs. In meiner jetzigen Wohnsituation leben auch mindestens vier Katzen in der nähren Umgebung. Ganz verwehrt bleibt ihm der Kontakt also nicht. Aber eine zweite Katze werde ich nicht dazu holen. Wenn ich sesshafter bin, überlege ich mir das, aber solange ich so viel reise, tue ich keinem Tier bei mir einen Gefallen mit noch einem Lebewesen.

Er hat jederzeit die Möglichkeit sich anderen Menschen anzuschließen, oder lieber bei den Katzen zu bleiben, die er draußen trifft. Aber er kommt immer wieder nach Hause und kuschelt sich am Liebsten mit Quinn ins Bett, um seinem Rudel ganz Nahe zu sein. 😍Er ist auch sonst selten bis fast nie ganz alleine und vereinsamt somit auch nicht völlig.

Wie und was frisst er?

Wenn ich eins weiß, dann, das der Kater VIEL zu VIEL frisst…Nämlich mir die Haare vom Kopf. Er kostet mit Abstand das Meiste beim Futter, obwohl die Hunde auch hochwertig ernährt werden. Aber so ist das mit den Haustieren. Er hat zwar schon Mäuse gefangen, ich wage allerdings zu bezweifeln, dass er sie gefressen hat, nachdem er sie wie wild durch die Gegend warf. 😀

Lange habe ich mich gegen Trockenfutter gewehrt, da Katzen so wenig trinken. Da er regelmäßig bei den Hunden mitsäuft, bekommt er auch mal Trockenfutter über den Tag. Sonst würde er jeden Tag 500g Nassfutter fressen. Seine Figur ist hingegen wirklich perfekt. 😎👌🏻

Hat er auch mal Pause vom Reisen? 😳😴

Von was? Den ganzen Tag faul rumliegen und nichts tun? 😅
Pause hat er wirklich genug. Ich nehme ihn zwar schon öfter mal mit dem Auto mit, um die Routine beizubehalten, aber ansonsten lebt er ein ganz normales Katzenleben, wie alle anderen Freigänger auch. 😊

sleep.eat.repeat 😴🍗😴🍗😴🍗😴🍗…

Das ist der Alltag meines Kater ❤️

In meiner Instagram Story UND in meiner Facebookstory zeige ich dir Videos, die während seinem Alltags entstanden sind. Unter Anderem auch, die Begegnung mit seinem Mitbewohnerkater 🐈

Schreib mir mal deine Meinung zu diesem Finn-Alltag in die Kommentare 🖊😊

Das passiert 2018!

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Lia Falinski

»Das sind meine Pläne 2018«

Was hast du dieses Jahr vor? 

Wann startest du deine Reise?

Nimmst du uns mit, wenn du alles planst?

So viele Fragen erreichen mich täglich und jetzt möchte ich einen Teil des Geheimnisses für dich lüften. Let´s go!

Viel Spaß beim Lesen!

»Aber ganz egal, es wird einfach der Hammer, dass weiß ich jetzt schon. Und alles wird sich am Ende regeln, davon bin ich überzeugt

Was habe ich vor? 

Wenn ich meine To Do Liste so anschaue, dann bekomme ich etwas Angst, habe aber auch irre viel Vorfreude. Denn das Jahr 2018 wird so voller Erlebnisse und richtig viel Input für dich!

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich mit meinen zwei Hunden und der Katze auf große Reise gehe und viele warten sicher schon darauf, zu erfahren, wann ich wie und wo starte. Aber eins nach dem anderen. 

Dieses Jahr bin ich auf der Suche nach  einem Transporter/Campervan, den ich ausbauen werde. Das wird unser fahrbares neues Zuhause, in das ich sehr wahrscheinlich viel Zeit und Geld investieren muss. Aber ganz egal, es wird einfach der Hammer, dass weiß ich jetzt schon. Und alles wird sich am Ende regeln, davon bin ich überzeugt. 

So ein bisschen Orgainsation brauche sogar ich, also hab ich mir einen kleinen Plan gemacht, damit du siehst was ansteht!

Schritt 1: Alles Wichtige vorher erledigen.

Es bringt nichts, große Pläne zu schmieden und alles andere nebenbei zu vergessen.
Es gibt noch ein paar Dinge, die ich erledigen muss, bevor ich Neues in Angriff nehme. Es ist immer besser, mit einem guten Gefühl in ein neues Projekt zu gehen. Also werde ich meine To Do Liste danach sortieren, was als Erstes erledigt wird und dann kann das Nächste auch schon folgen. 

Schritt 2: Was muss ich tun?

Ganz genau:  ICH , denn nur ich tue etwas, um ans Ziel zu kommen. In den seltensten Fällen springt einem das Glück entgegen. Was muss ich tun, um an mein Ziel zu kommen? Da ich nicht mehr fest angestellt irgendwo arbeiten möchte, mache ich vor allem eins: mich weiterbilden, Konzepte ausarbeiten, meine Arbeit erweitern. Wie genau das aussehen wird, werde ich dir in einem anderen Beitrag näher erklären. 

Schritt 3: Einen Transporter/Campervan finden

Keine ganz so einfache Sache, aber machbar. Toll wäre es natürlich, wenn ich einen gestellt bekomme, oder generell von Partnern auf der Reise unterstützt werde. Ich bin da ganz ehrlich, wer wünschst sich sowas nicht, bei so einem Projekt? Ich bin schon fleißig am Suchen und halte dich auf dem Laufenden, versprochen.

Schritt 4: Der Ausbau

Da habe ich bisher am meisten Respekt vor. So ein Umbau kostet auch wieder Geld, Zeit und viele Nerven. Aber was soll´s irgendwie ist es ein Teil der Reise und ich habe ja auch keinen Zeitdruck. Ich habe noch keinen genauen Plan, aber weiß ungefähr, was rein soll und wo ich es herbekomme. Die Hunde sollen es zusammen mit dem Kater natürlich am Besten haben und so plane ich viel auch für die Tiere.

Schritt 5: Die Reise kann losgehen! 

Na, ganz so schnell nicht, aber vieles lässt sich ja auch schon auf dem Weg erledigen. Ich hab so viele Gedanken in meinem Kopf , die ich fleißig mitschreibe. Nicht immer wird alles nach Plan laufen, aber seit wann habe ich mich davon abhalten lassen? Richtig niemals! Denn es gibt immer ne Lösung für alle Probleme, oder ein Problem für eine Lösung? Wie man es sieht, es wird sich klären.

Wo geht´s hin?

Das ist eine gute Frage. Ich habe lang hin und her überlegt und fand, dass ich bisher viel zu wenig von dem Land gesehen habe, in dem ich lebe. Da ich viel plane und Chad auch noch nicht vermittelt ist, mache ich recht wenig Touren auf der Insel. Ich will mich ja weiterhin um ihn kümern und nicht einfach verschwinden.

Wenn Chad in gute Hände nach Deutschland vermittelt wurde, starte ich meine Reise in Irland. Das hat nämlich auch einige Gründe, außer der Tatsache, dass ich zu wenig von der Insel gesehen habe.

Passt das Leben im Camper überhaupt zu meinen Tieren? 

Das Letzte, was ich machen werde ist, meine Bedürfnisse über die meiner Tiere zu stellen. In Irland ist der perfekte Ort, um das zu testen. Ich kann hier in Ruhe sehen, wie sie mit der Situation klar kommen, da in Irland verhältnismäßig wenig Menschen unterwegs sind.

Gutes Wetter, schlechtes Wetter?

Klar, mal eben ne Runde durch ein Land zu fahren, was dauerhaft warm und sonnig ist, klingt einfach. Aber was mache ich, wenn es mal ne Woche regnet? Irland bietet hier die besten Voraussetzungen, um zu sehen, wie es bei schlechtem Wetter laufen kann. Umgekehrt kann es, wenn die Sonne mal scheint auch mal sehr heiß werden.

und zu guter letzt…

Ein bekanntes Land bietet erstmal mehr Sicherheit

Ja, ich sage ständig, man soll auch mal was wagen. Ich habe keinen Zeitdruck, muss niemandem was beiweisen und kann (fast) reisen, wohin ich will. Wieso alles auf´s Spiel setzen und meine Tiere unnötig stressen? In Irland kenne ich mich aus, weiß wo ich was finde, habe ausreichend Kenntnisse über die Sprache. Klar, könnte ich gleich nach Spanien in die Sonne düsen. Ein paar Worte spanisch zu lernen, wäre allerdings nicht schlecht. 

Wenn man mit Tieren reist, muss man Verantwortung dafür übernehmen. Manchmal bedeutet das, Kompromisse einzugehen, die mir allerdings in keinster Weise weh tun. Im Gegenteil. 

»Ich werde nicht auf Teufel komm raus einen Platz für ihn suchen, nur damit ich ihn los bin.«

Wann geht´s los?

Noch steht weder der Monat, noch der Tag fest. Ich bin generell dafür, Ziele zu finden und Tage festzulegen. Aber ich weiß auch, dass es echt blöd wird, wenn man es nicht erreicht. Also stecke ich mir nach und nach erst die Ziele. Das Erste Ziel wird sein, nach Deutschland zu fahren und dort alles vorzubereiten. Ich werde mein jetziges Auto verkaufen und mich nach einem geeigneten Transporter umsehen. Wenn ich in der Zeit keinen finde, stresse ich mich also nicht und suche weiter.

So ist es auch mit Chad. Ich werde nicht auf Teufel komm raus einen Platz für ihn suchen, nur damit ich ihn los bin. Auf keinen Fall! Ich wünsche ihm zwar so schnell wie möglich einen tollen Platz, aber nicht mit allen Mitteln.

Wenn grob alles so klappt, wie ich es mir wünsche, dann kann ich im Sommer/Spätsommer starten. Wenn es Herbst wird, dann wird es eben Herbst. Wer weiß das schon. Alles zu seiner Zeit. Wichtig ist nur, den Fokus nicht zu verlieren und Positiv zu bleiben. Wir schaffen das!

Wo geht´s lang?

Hier könnt ihr auf der Grafik schon etwas genauer sehen, was ich vorhabe. Allerdings möchte ich auf jeden Fall spontan bleiben und wenn´s mal anders kommt, dann ist es eben so. 

Eins kann ich versprechen: Es wird ganz viele, tolle Fotos und Videos geben. Wenn du Irland liebst, dann kommst du auf alle Fälle auf deine Kosten. 

Es sind einige Projekte geplant, die ich erst genauer beschreiben kann, wenn sie etas gefestiger sind. Das hier ist auf jeden Fall erstmal der Plan für 2018! Danach geht´s ab ins nächste Land. 

Was passiert 2018 noch?

Meine 1. Podacstfolge kommt bereits in 2 Tagen (am 10.03.2018) online! Doch worum geht´s da genau? Da ich gerne auch mal von meinen Erlebnissen erzähle, kann ich sie euch gleich mit aufnehmen. Mein Podcast soll keine große Anleitung für etwas sein, sondern meine Erlebnisse zum Anhören liefern. Ganz ohne Druck und Stress. Wo genau du ihn dir anhören kann, sage ich dir, wenn es soweit ist. Bis dahin, schau einfach regelmäßig mal vorbei.

Neue Videos kommen online. Und zwar auf meinem Youtubekanal! Ich habe vor mir eine Drohne zu beschaffen und Video von ganz oben aufzunehmen. Kein großes Gelaber, sondern Videos aus meinem Alltag mit den Hunden und dem Kater. Abonniere einfach den Kanal, wenn du nichts verpassen möchtest. Aber auch hier gebe ich Bescheid, sobald sich etwas tut!

Neue Dokumentationen werden entstehen. Ich versuche mich soweit ich es schaffe im jounalistischem Bereich weiterzubilden und zu entwickeln. Dieses Jahr werde ich eine kleine Reise zu einem ganz besonderen Ort machen, um dort eine Dokumentation für dich zu erstellen. Mehr verrate ich aber noch nicht.

Frage an dich: Gibt es etwas, worüber ich deiner Meinung nach schreiben soll in Irland? Schreib´s mir einfach mal in die Kommentare. 

Ein Social Media Mentoring Programm wird gelauncht! wann und wie genau, gebe ich noch bekannt. In den letzten Monaten habe ich mich viel mit anderen Social Media Menschen ausgetauscht und unterstützt. Dabei habe ich gemerkt, wie viel Spaß ich an der Sache habe und das viele Ideen in meinem Kopf entstehen, was vor allem diese Menschen weiterbrachte. Das Programm richtet sich vor allem an Personen, die sich in ihrem Social Media Auftritt und ihrem Business weiterentwickeln möchten und das alles online! Du bist  zb. Fotografin und willst dir mehrere Standbeine aufbauen, mit denen du dein Geld verdienen kannst? Dann wärst du genau richtig!  Aber dazu bald mehr! Ansonsten schreib mir einfach ne Mail, wenn wichtige Fragen auftauchen.

Welche Projekte stehen an?

Ganz wichtiger Bestandteil meiner Reise wird der Tierschutz sein! Ich möchte meine Reichweite dazu nutzen, ein wenig zu informieren. Es geht nicht darum mit dem Hammer draufzuhauen, sondern einfach zu sehen, was woanders abgeht und was wir tun können, um es zu verbessern.

Die Projekte kann ich so im Detail noch nicht veröffentlichen, auch dazu werden mehr Info´s kommen, wenn ich die Möglichkeit dazu habe.

Was sagst du zu meinen Plänen 2018? Hast du Wünsche, Ideen, Vorschläge? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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Hast du schon mein neues Ebook gesehen? 

Mein neues Ebook wurde am 5.März veröffentlicht!

 Zusammen mit meinem Hund bin 300km zu Fuß durch Frankreich gelaufen.
In dem Buch bekommst du meine ganzen Eindrücke und 10 tolle Tips für deine nächste Reise!

Chad – das gebrochene Pferd eines Travellers

Chad – das gebrochene Pferd eines Travellers

Chad – das gebrochene Pferd eines Travellers

Lia Falinski
Eine Geschichte von einem Traber auf dem Pferdemarkt
Ein Blick und ich weiß sofort:
Du bleibst nicht hier!
Ein Pferd ohne jegliches Leben.
Der Kopf hängt traurig nach unten

Mehrere Minuten stehen wir dort und sehen den irischen „Travellern“ bei ihren Rennen zu. Die asphaltierte Straße ist gerade mal drei Meter breit und rund einhundert Meter lang.

Wie die Wilden rasen sie im schnellsten Pass, den die Pferde schaffen hintereinander her. Die Menge johlt. Hin und wieder brüllt einer der Männer ein Kommando in die Richtung der Reiter und Fahrer. Am Ende des Weges wird gedreht und wieder geht es los. Männer, Kinder und Jugendliche holen aus und peitschen die Pferde bis zur Erschöpfung.

 

»Die Beine haben blutende Wunden, der Kopf ist vernarbt und weitere Wunden sind über den Körper verteilt

BENUTZT UND ABGESTELLT

In der Ecke dieser Schleuse steht ein Sulky. Ein kleiner schwarzer Wallach ist daran gespannt. Er rührt sich nicht und reagiert auf keines der Menschen, die um ihn herum stehen. Einige Male wage ich es ihn von Näherem anzuschauen und stelle schnell Erschreckendes fest.

Die Beine haben blutende Wunden, der Kopf ist vernarbt und weitere Wunden sind über den Körper verteilt. Das kleine Pferd ist deutlich abgemagert und schwach. Für mich eines der schlimmsten Fälle, die um mich herum bis zum Erbrechen geprügelt werden. Schnell sind Sofia (meine Begleiterin) und ich uns einig, dass wir ihn mitnehmen werden.

»Pass bloß auf! Die Traveller sind nicht ungefährlich!«

Ich will gar nicht aufzählen, wie oft ich den Satz in den letzten Tag gehört habe. Von Deutschen, Engländern und Iren. Meistens begleitet von einer unmissverständlichen Handbewegung im Halsbereich. Doch das ist mir egal. Gerade das lässt mich weiter kämpfen.

Ich selbst vertrete die Meinung, dass man woanders beginnen sollte und keine Pferde nach Deutschland importiert. Da ich bei einem Händler gearbeitet habe, weiß ich ungefähr wovon ich spreche.

Aber wie kam ich dann zu CHAD?

Ein sehr lieber Freund von mir bot mir im Voraus seine finanzielle Hilfe an. Klar war für mich, dass ich nicht einfach ein Pferd mitnehme. Ich bin grundsätzlich gegen Rettung der Tiere auf solchen Märkten, denn damit unterstützt man diese nur weiterhin und Keinem ist am Ende geholfen.

Als ich die Woche davor den Markt besuchte, fiel mir ein bestimmter Traveller auf. Er schlug mit einem langen Vierkantholz auf seinen kleinen Traber ein. Es brach mir das Herz und ich musste den Platz verlassen.

Nächtelang grübelte ich darüber nach.

»Nun standen wir also da und wussten, dass wir dieses Pferd dort rausholen müssen.«

ISPCA – eine Enttäuschung für den Tierschutz!

Da ich noch einmal auf den Markt wollte, wollte ich besser vorbereitet sein.

Bereits im Voraus schrieb ich mit einer Bekannten aus Facebook über mögliche Hilfe, die man anbieten kann. Sie hatte mehr Ahnung im Tierschutz und wusste was zu tun ist. Ich wollte unbedingt Etwas tun und nicht nutzlos auf dem Markt herumlaufen.

Eine Frau der ISPCA schrieb mit dieser Bekannten und bot an sich die Tage bei mir zu melden. Nach fünf weiteren Tagen ohne Nachricht beschloss ich nun diese Organisation vor Ort aufzusuchen.

Nun standen wir also da und wussten, dass wir handeln mussten. Der erste Weg führte zum Platz der ISPCA, um abzuklären welche Möglichkeiten vorhanden sind. Ich hatte erwartet ein motiviertes Team vorzufinden, dass mit mir nun besprechen würde, wie man das Tier da rausholen konnte.

Wir erklärten dem Team die Situation, in der sich das Pferd befand. Ich schilderte die schlechte körperliche Verfassung, sowie die Wunden des Tieres.


Keine Reaktion

 

Stattdessen ernteten wir misstrauische Blicke und eine ablehnende Haltung. Ich musste immer wieder Sofia als meine Zeugin herholen und Fotos zeigen, da sonst keiner sich die Mühe machte mir nun zu sagen, was gemacht werden kann. Verwirrung machte sich breit.

Ich stellte mir die Frage, ob wir im richtigen Bereich gelandet waren. Auf dem Handy checkte ich den Namen der Tierschutzorganisation noch einmal und stellte fest, dass ich hier richtig sein musste.

Man riet uns gleich ab, das Pferd zu kaufen, was ich auch verstand. Dann fragten sie mich immer und immer wieder, ob ich mir auch sicher sei, dass das Pferd auch leiden würde. Wir zeigten Videos, wie die Traveller auf die Pferde einprügelten und die blutenden Beine.

Langsam kam Bewegung ins Team und sie versicherten mir zu handeln. Ich habe großes Verständnis dafür, dass die Organisation sich absichern will, aber dieses Misstrauen und die Ablehnung uns gegenüber war in dem Fall unbegründet und unverständlich.

In dem Fall würde das Pferd nicht gekauft, sondern beschlagnahmt werden. Aus diesem Grund hielt ich es für richtig, den Leuten der ISPCA den Vortritt zu lassen. Mir ging es hier nicht darum ein Pferd zu besitzen, sondern dem Tier zu helfen.

Die Angst vor Streit ist zu groß!

Sofia und ich gingen weitere 20 Minuten über den Pferdemarkt und versuchten die Situation zu überblicken. Die Leute der Organisation waren nicht zu übersehen, da sie Neongelbe Jacken trugen. Aber keiner davon tauchte auf.

Nach 30 Minuten rief ich abermals meine Bekannte aus Facebook an und schilderte ihr die Lage. Ich war wütend. Das Pferd stand vor einem Sulky gespannt vor einem Hänger. Jemand hatte eine Decke darauf gelegt um die Wunden zu verdecken. Das Tier war durch die Decke nicht nicht zu übersehen.

Plötzlich erschienen zwei Leute der ISPCA und schauten den Travellern bei den Rennen zu. Nicht einmal kamen sie in die Nähe des Pferdes, welches wir ihnen gezeigt haben. Die grüne Decke hatten wir ihnen schon beschrieben und das Pferd war weit und breit das einzige, welches eine trug. Aber nach zwei weiteren Minuten verschwanden sie wieder und ließen sich nicht mehr blicken.

Am Telefon berichtete meine Bekannte mir

»Die haben Angst zu handeln«

Und genau das bestätigte meine Vermutung.

Mehrere dutzend Männer gegen ein paar Leute einer Tierschutzorganisation, die nichteinmal eine rechtliche Handhabe hätten. Sie haben einfach keine Chance und würden nichts machen. Währenddessen beobachtet ich, wie ein anderer Traveller auf den kleinen Wallach bot. Das Tier würde also weiter für Trabrennen herhalten müssen.

Plötzlich war ich Pferdebesitzerin

Langsam wurde ich echt ungeduldig. Der Traveller zog ab, um sein Geld zu holen.

Der Freund, der mir das Geld leihen wollte, drückte mir die Scheine in die Hand und auch Sofia wurde zunehmend nervöser, denn wenn ich jetzt nicht handeln würde, wäre die Chance verstrichen. Schnell gab ich dem Mann sein gefordertes Geld (440€) und konnte es kaum erwarten, bis er den Sulky abnahm.

Ich erzählte ihm, mein Freund würde Traber aufkaufen für Rennen. Ich selbst hätte keine Ahnung von Pferden. So stumpf wie möglich auftreten war das Ziel, denn sonst wären die Leute misstrauisch geworden. Es sollte auf keinen Fall wie ein Mitleidskauf wirken.

Der Mann kannte mich bereits schon, da ich ihn mehrmals gefilmt und fotografiert hatte. Ich wollte mich nicht unnötig in Schwierigkeiten bringen und erzählte ihm, ich würde die Fotos und Videos für meinen Freund machen, da er nicht mitkommen konnte. Damit war er zufrieden und ließ mich gehen. Stolz erzählte er mir, dass der kleine Wallach erst 2 Jahre alt ist. Ich schluckte.

Erschreckend fand ich, wie sympathisch er sich gab. Ich war sicher, würde ich ihn in einem Pub bei einem Bier treffen und nicht wissen, welche Sachen er dort trieb: Ich würde ihn nett finden. Manche Menschen sind Meister darin sich toller zu geben als sie sind.

Dann kamen die Tränen

Nun standen wir da mit einem kleinen Pferd, welches ohne Leben hinter mir her stiefelte. Ich schämte mich in Grund und Boden, als ich mit dem Strick in der Hand über den Markt lief. Empörte Blicke streiften mich. Ich schaute mir das Tier noch einmal eingehend an und brach das erste Mal seit ich dort war in Tränen aus. Was mir bis dahin nicht aufgefallen war: Er sah nicht älter aus als 1,5 Jahre.

Man konnte klar sehen, er noch voll im Wachstum stand. Es war einfach unbegreiflich, wie ein Mensch so etwas tun konnte. Mein Herz schmerzt bis heute noch, wenn ich daran denke.

Hilfe oder Heuchelei?

Während wir nun dort standen und warteten, sprachen uns weitere Besucher an. Ich berichtet über meine Enttäuschung der ISPCA und diese erzählten uns, dass ähnliche Erfahrungen gemacht werden und meistens nicht geholfen wird aus Angst vor Eskalationen. Bei den ganzen Polizisten, die immer um uns herum liefen kaum vorzustellen.

Auf einmal tauchten mehrere Leute der ISPCA auf und nahmen uns das Pferd aus der Hand. Ich wusste nicht so recht, was eigentlich los war, da standen wir schon in einem abgeschirmten Bereich in dem das Pferd Heu und Wasser bekam. Ein Tierarzt um die 80 Jahre kam und schätzte das Alter des Tieres auf 4 Jahre. Ich schüttelte ungläubig den Kopf und sagte ihm, dass ich alles glaube, außer, dass dieses Tier über 2 Jahre ist.

Für einen Moment strauchelte er und war sich plötzlich gar nicht mehr so sicher. Das Team der ISPCA schauten daraufhin recht böse, da ich das Können ihres Tierarztes anzweifelte. Beim besten Willen konnte ich nicht glauben, dass dieses Tier 4 Jahre alt ist.

Sofia wurde zur Seite genommen und ein Mann redete eindringlich auf sie ein. Ich ahnte schon was los war, ließ ihn aber gewähren. Mittlerweile versuchte ich einen Stall und einen Transport zu organisieren, was nicht so einfach war, aber ich war zuversichtlich, etwas zu finden.

Dann wandte sich Sofia an mich und sagte mir, die ISPCA würden das Pferd mitnehmen und versorgen. Ich müsste nur mein OK geben. Ich merkte schnell, wie wieder die Wut hochkam. Man ließ mich erst im Stich um mir dann ein Pferd wegzunehmen, welches ich bezahlt habe.

Es gibt für Alles eine Lösung!

Allerdings wusste ich auch, dass ein Pferd viel Geld kostet und nicht gerade in meine finanzielle Planung passte. Aber für ich war erstmal wichtig, dass Pferd von seinem Leid zu erlösen. Als mir der gute Freund allerdings sagte, ich solle es mitnehmen und ich müsste mir keine Sorgen um die finanzielle Seite machen, traf ich die Entscheidung das Tier selbst zu pflegen.

Von dem Verhalten der ISPCA Leute war ich mehr als überrumpelt. Das ablehnende Verhalten spürte nicht nur ich, sondern auch Sofia und der Freund, der uns begleitete. Keiner von uns verstand was hier eigentlich abging. Wir merkten alle, dass hier nicht mit offenen Karten gespielt wurde.

Der Name kann vielleicht etwas ändern!

Ich gab dem Team der ISPCA den Namen des Travellers, sowie die Fotos, die ich von ihm gemacht habe. Sie versprachen, sich darum zu kümmern.

Urplötzlich tauchte dieser dann auch vor uns auf und fragte mich deutlich ungehalten, ob ich das Pferd an die ISPCA verkauft habe. Ich verneinte und sagte, sie würden nur den Transport für mich organisieren. Er wirkte nervös. Ein zweiter Mann neben ihn, machte mir klar, dass das Pferd eigentlich an Jemand anderen hätte verkauft werden sollen. das „German Girl“ soll es wieder abgeben hieß es.

Ich bin mir sicher, die Polizeipräsenz ersparte mir einigen Ärger. Im Bereich der ISPCA  zurück, berichtete man mir, der Traveller hatte bereits einen Versuch unternommen, das Pferd wieder an sich zu nehmen. Jetzt verstand ich auch, wieso der Bereich so abgeschirmt war.

Ein Mann der Organisation, der sich die ganze Zeit aus der ganzen Sache raushielt, bot mir an, das Pferd zu meinem Stall zu bringen. Er teilte dies auch den Mitarbeitern mit, die ihm sehr unfreundlich mitteilten, dass er das lassen sollte. Er widersetze sich und schon waren wir auf dem Weg nach Hause.

Angst verhindert Hilfe für die Tiere

Ich konfrontierte den Mann auch mit der Frage, wieso nicht gehandelt wurde und er versicherte mir, dass sie helfen wollen, aber die Möglichkeiten oft nicht hätten. Es wäre schlichtweg viel zu gefährlich und die Polizei hilft oft nicht. Oft seien ihnen die Hände gebunden.

Laut ihm, sei Chad eines der schlimmsten Fälle der letzten Jahre. Ich hatte richtig gehandelt. Das half mir deutlich über mein schlechtes Gewissen hinweg, denn unterstützen wollte ich das Elend auch nicht.

Die ISPCA hatten auch 3 Husky Welpen beschlagnahmt, die sie dem Besitzer einfach aus der Hand gerissen hatten. Bei einem Pferd, welches vor einem Sulky steht, ist das nicht so einfach möglich.

Nun heißt der kleine Mann CHAD, was so viel bedeutet wie: der „Sieger der Schlacht“ 

Er hat eine Box und ein eigenen Paddock bekommen und wird jeden Tag behandelt und gefüttert. Die Tierärztin kommt auch noch zur Gesundheitskontrolle und berät mich in allen Fragen, die ich habe.

Was sagst du zu dieser Sache? Hast du vielleicht schonmal etwas Ähnliches erlebt? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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21
Januar, 2018

3 Tage davor fanden die Hunde das kleine energielose Bündel, als es am Wenigsten in unser Leben passte….
Eigentlich war ich mit einer Freundin für eine Zelt-Tour verabredet, die extra aus Deutschland kommen wollte.
Was also tun?
Mein Kopf dachte:
»Bring die Katze ins Tierheim, du hast überhaupt keine Zeit, dich die nächste Woche darum zu kümmern.«

Da wir zelten wollten, war es nochmal klarer, wie ich eigentlich handeln sollte. Aber mein Bauchgefühl sagte mir, dass es funktionieren kann. das Wichtigste: Den kleinen Kater so gut es geht beobachten und sehen was er zu meinen Plänen sagt.

Was soll ich sagen? Es hat sich so sehr gelohnt.
Natürlich war er noch geschwächt, aber er schlief die meiste Zeit und spielte schon nach kurzer Zeit mit Quinn, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den kleinen Kater zu adoptieren

Da ich immer öfter Nachrichten zu dem Thema:
»KATZE AN DIE LEINE TRAINIEREN«
erhalte, hier meine Meinung dazu:

Ich werde KEINE Tips dazu geben, wie man eine Katze an der Leine ausführt. Es mag Paradox klingen, aber ich bin nicht wirklich ein Fan davon. Jede Katze ist anders, reagiert anders… Nicht jeder erkennt sofort die Zeichen, wenn ein Tier Angst hat und sich unwohl fühlt. Wenn ich manchmal unter Tiervideos mit fraglichem Inhalte sehe, wie viele Menschen:
»OHHH wie süß« schreiben, ist das ganz klar ein Zeichen für mich, dass nicht jeder die Körpersprache von Tieren lesen kann.

Würde ich ein völlig normales Leben mit einem geregelten Alltag führen, ohne Reisepläne -ganz ehrlich- ich hätte den Kater ganz normal zuhause, würde ihn nicht mit zu meinen Touren nehmen. Wieso auch?

Sir Finan ist ein Freigänger, und wird nie zu etwas gezwungen. Ich muss ihn nie drängen mit ins Auto zu kommen. Mittlerweile steht er schon freudig an der Tür und steigt von alleine ins Auto ein, wenn ich ihn lasse. Wenn ich mit den Hunden spazieren gehe, kommt er OHNE Leine frei mit. Nicht immer, aber zu 90% möchte ich einfach, dass er lernt uns freiwillig zu folgen. Die Leine kommt zum Einsatz, wenn ich mal einen Café trinken gehe. Die Kellner sind dann entspannter…  Das ist einfach nur dazu da, damit es Routine für ihn wird. Und er liegt dabei immer entspannt auf meinem Schoß.

Ein weiterer Punkt ist das Alter. Als ich Sir Finan fand, war er geschätzt 6-7 Wochen alt. Um es fies auszudrücken: Er hat es gar nicht anders gelernt. Zelten, Auto fahren, die Hunde…
All´das sind völlig normale Dinge für ihn.
Wenn er älter gewesen wäre, hätte ich das nicht mehr mit ihm gemacht. Er wäre viel gestresster gewesen und hätte sich wahrscheinlich gewehrt.

Aber wieso mache ich das Ganze dann?
Ganz einfach, wenn ich meinen Weltreise-Roadtrip machen möchte, versuche ich ihn mitzunehmen.
Auch hier gilt:
Nur wenn er es gut findet.

Es ist einfach eine Erleicherung zu wissen, dass er uns gut kennt, uns folgen möchte und im Notfall auch ein Geschirr tragen kann. Er wird auch auf meiner Reise Freigänger sein dürfen. Genaue Pläne werde ich dazu natürlich noch offenbaren.

Seid mir bitte nicht böse, wenn ich keine Tips geben möchte. Ich finde es schlichtweg nicht nötig, einer Katze das „an der Leine laufen“ bezubringen, wenn es nicht wirklich Sinn macht und ich die Tiere und euch nicht kenne. Es mag Fälle geben, bei denen das auch so gut klappt, aber wie soll ich das von hier aus im Internet beurteilen können?

Wegen mir sollte kein Tier leiden müssen.

ORIGINAL BEITRAG: http://bit.ly/2HSAhos

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Quinn abgeben? – Eine Zeit voller Frust!

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Lia Falinski
Eine Geschichte von Quinn und mir.

»Quinn, komm her!«

Braune Kulleraugen starren mich an. Mittlerweile haben sie beide ungefähr die gleiche Farbe. Als Quinn noch ein kleiner Welpe war, hatte sie zwei verschiedene Helligkeitsstufen in den Augen. Das sah unglaublich süß aus.

Unbeweglich steht sie da und starrt mich an.
Ich starre zurück. Wütend und frustriert.
Gehe ich auf sie zu, rennt sie weg. Bleibe ich hier stehen, rennt sie weg. Egal was ich tue, sie rennt weg.

Doch was war passiert?

»Stets bewahrte ich äußerlich die Ruhe.
Räumte allerdings innerlich kochend vor Wut auf und verbrachte den halben Abend damit, zu überlegen, wie ich ihr Abwechslung bieten konnte.«

Aller Anfang ist schwer!

Einen Welpen wollte ich eigentlich nicht mehr. Mit Samir hatte ich unglaubliches Glück, denn er machte nichts kaputt, war immer sehr ruhig und in sich gekehrt. Mein Probleme mit ihm bestanden eher darin, ihn zu einem Spiel zu animieren. Mittlerweile habe ich einen treuen Hunde-Partner an meiner Seite, auf den ich mich stets verlassen kann.
Dann kam Quinn. Ein Welpe, wie er im Buche steht. 

Ihre Zerstörungswut kannte keine Grenzen. Ich besitze Videos, in denen mein Haus einem Trümmerhaufen gleicht. Es ist wahr, Quinn hat sich alle Mühe gegeben mir zu zeigen, wie gerne sie alles kaputt macht. Mal ganz davon abgesehen, dass sie demonstrativ ins Haus macht, auch wenn wir vorher spazieren waren. Ich hatte zeitweise schon Bauchschmerzen, wenn ich die Haustör aufschloss und feststellte, dass sie das nächste Möbelstück zerbissen hatte.

In der Ruhe liegt die Kraft

Stets bewahrte ich äußerlich die Ruhe. Räumte allerdings innerlich kochend vor Wut auf und verbrachte den halben Abend damit, zu überlegen, wie ich ihr Abwechslung bieten konnte. Samir konnte mit ihr rein gar nichts anfangen. Ab und zu erwischte ich ihn dabei, wie er auf ihre Spiele einging, aber die meiste Zeit war er genervt und ließ sie links liegen. Je mehr ich sie bespaßte, desto schlimmer wurde es, also versuchte ich, so viel Ruhe wie möglich hineinzubekommen. Aber sie wollte unbedingt mit Samir spielen.

Vor lauter Frust zerstörte sie weiter. Dafür musste ich nichtmal aus dem Haus gehen. Sie tat es quasi still und heimlich und egal, mit was ich sie ablenkte oder wie viel ich mit ihr kuschelte und spielte, sie war einfach unaufhaltbar. Meine Devise war es zu ignorieren und ihr nicht die Bühne zu bieten, die sie wollte. Aber irgendwann reichte es auch mir und meine Geduld ging vollends flöten.

Ich hatte gefühlt alles in meiner Macht stehende getan, ihr das schönste Welpen Leben zu bieten. Ständig trug ich sie, damit ihre Gelenke geschont werden. Sie durfte in meinem Bett schlafen und sie bekam meine volle Aufmerksamkeit, wenn sie diese brauchte.

Ein Unglück kommt selten allein

Es war nicht ihre Zerstörungswut, die mir extrem Kopfzerbrechen bereitete. Auf Facebook hatte ich bereits darüber berichtet, dass Quinn sich jeden Tag bevor ich zur Arbeit musste unter meinem Auto verkroch. So schnell konnte ich gar nicht schauen, da saß sie direkt drunter und ich musste mir immer wieder neue Dinge einfallen lassen, sie da wieder vorzuholen. Klar, ich hätte sie auch einfach zum Auto tragen können, aber das würde langfristig keine Lösung bieten.

Warum leicht wenn´s auch schwer geht? Ich machte mich also wieder mal zum Depp meiner eigenen Doofheit und jeden Tag auf´s Neue ärgerte ich mich, einen verängstigten Hund unterm Auto vor zu locken. Verängstigt ist das Stichwort, denn Quinn zeigte mir in diesem Punkt noch Einiges.

Dann fing sie an, nicht mehr aus dem Auto auszusteigen, sobald wir zuhause waren. Sobald Samir und ich das Auto verlassen hatte, blieb sie sitzen und schaute uns mit ihren Kulleraugen an. Ich musste sie zeitweise aus dem Auto tragen, weil sie Panik hatte. Diese Phase ging genauso schnell vorbei, wie sie gekommen war. Wieso sie sich so verhielt weiß ich bis heute nicht.

Ein anderer Punkt auf meinem Geduldsbarometer war und ist immer noch die die Tatsache, dass sie alles anspringt. Egal ob  Kinder, Hunde, Erwachsene. Nicht selten erntete ich wütende Rufe und verärgerte Blicke von Eltern, deren Kinder in den Sand gefallen waren. Insgeheim wusste ich genau, dass der Fehler ganz klar bei mir lag. Es war meine Aufgabe sie zu trainieren, ihr Grenzen zu zeigen und sie vor Allem an die Leine zu nehmen. Ich maßregelte sie, sobald sie damit anfing, aber sie ignorierte mich völlig.

»Es ärgerte mich regelrecht, wenn Menschen in meinem Umfeld gefallen an ihr fanden, denn ich konnte nichts Positives mehr an ihr finden.«

Die Erkenntnis

Doch ich tat nichts. Ich trainierte sie nicht so, wie sie es brauchte. Ich nahm sie nicht an die Leine und ich distanzierte mich immer mehr von ihr. Oder sie von mir. Irgendwann war sie nur noch dabei statt mittendrin.

Eben ein Hund mehr, den ich besaß.
Mehr nicht.
Es ärgerte mich regelrecht, wenn Menschen in meinem Umfeld gefallen an ihr fanden, denn ich konnte nichts Positives mehr an ihr finden. Doch genau die Tatsache gab mir die Erkenntnis, die mich selbst ziemlich umhaute.

Ich liebte diesen Hund nicht!

Wochenlang habe ich mir eingeredet, dass sie noch zu jung wäre, ich sie nicht überfordern wollte mit Regeln. Im Grunde einfach nur Ausreden für Etwas, was ich lange vor mir herschob.

Da stand ich nun.

Quinn zehn Meter von mir entfernt. Stocksteif und kurz vor dem Sprung. Wie so oft, wollte ich, dass sie zu mir kommt. Doch sie tat es nicht. Ich fühlte mich ohnmächtig, hilflos und ich war einfach nur noch wütend. Nie hatte ich erlebt, dass ein Hund nicht zu mir kommen wollte. Dabei war ich doch DER Hundemensch, der seinen Hund über alles liebt. Was war da los?

Samir bekam es auch zu spüren

Meine Bindung zu Samir war immer nahezu perfekt gewesen. Manchmal war er etwas zu kontrollsüchtig und neigte dazu, mich den ganzen Tag nicht mehr aus den Augen zu verlieren. Durch Quinn geriet vor Allem die Bindung zu Samir und mir heftig ins Schwanken. Wir verloren uns immer mehr aus den Augen, da meine Konzentration vor Allem darauf beruhte, Quinn davon abzuhalten etwas oder jemanden kaputt zu machen.
Vor lauter Ungeduld wurde ich immer lauter. Auch mit Samir. Ich keifte ihn an, wenn er nicht sofort parierte und verhielt mich einfach nur noch unfair. Spaziergänge machten mir lange keinen Spaß mehr. Ich war einfach immer extrem verwöhnt gewesen mit einem Hund, der mir auf Schritt und Tritt folgte und immer hörte. Doch auch er spürte, dass etwas nicht stimmte und ignorierte mich immer mehr.

Im Prinzip war ich immer und jederzeit bereit mich für sie zu entschuldigen. Zu erklären, sie sei erst ein paar Monate alt. Doch je älter sie wurde, desto lächerlicher fühlte ich mich dabei. Ich wusste, dass Quinn keine Schuld trug, sondern ich.

Eine Entscheidung muss her

Die Situation war verhext.Sie wurde ruhiger und zerstörte weniger, aber die Gefühle blieben aus. Sie konnte noch so süß schauen. Sie schaute dabei niemals in meine Seele. So wollte ich nicht weitermachen, also entschied ich mich, mir Gedanken zu machen.
Im Alltag beobachtete ich die Situationen und versuchte herauszufinden, wo mein Problem lag. Ich liebte Hunde. Wie konnte ich einen Hund, den anscheinend jeder mochte ablehnen? 

Ein großes Problem war, dass ich uninteressant für sie war. Währenddessen ich ungeduldig war und sie maßregelte, beschloss sie, sich Samir anzuschließen.
Er gab ihr die Sicherheit, die sie brauchte. Rief ich Samir, kam sie nur, weil sie ihm folgte. Allerdings wusste ich jetzt auch, wieso ich keine Bindung aufbaute. Wir hatten keine richtige Kommunikation. In stressigen Situationen rannte sie lieber zu Samir, aber niemals zu mir. Daran wollte ich arbeiten. 

Ständige Vergleiche und Erwartungen

Ich schäme mich fast dafür, denn wer will in seinem Leben mit anderen Menschen verglichen und dann abgelehnt werden?
Keiner.
Doch nach einiger Zeit tat ich es. Samir war ein Hund, den ich nie richtig erziehen musste. Er war einfach stets bereit mir zu folgen. Quinn war es absolut nicht. Alles war interessanter und viel toller als ich.
Insgeheim schrieb ich eine Liste, was sie alles nicht erfüllte. Eine große Enttäuschung war ihre Angst, denn ich hatte meine ganzen Hoffnungen auf einen Nervenstarken Hund gesetzt, der Samir mehr Sicherheit gab. Nun war es umgekehrt und Quinn versteckte sich hinter Samir. Ihr sorgenvoller Blick machte mich irgendwann wütend und ich hätte sie am Liebsten geschüttelt und geschrien: „Wo ist dein Problem?!“

Es lag keine Freude in ihrem Ausdruck, wie ich sie bei Samir sah. Ich sah nur ein kleines Wesen, dass gerne jemanden zum Anlehnen suchte. Dabei wollte ich ihr so gerne helfen, ihr die Unsicherheit nehmen und bekam einfach nicht ihr Vertrauen. Stattdessen verbrachte ich Zeit damit sie zu bestechen, dass sie überhaupt ein paar Schritte zu mir kam.
Nie hatte ich sie geschlagen oder grob angefasst, was dieses Verhalten erklären könnte. Sie spürte es einfach und spiegelte genau meine Gefühle.

Einfach aufgeben und Quinn abgeben?

Ja, ganz unwahrscheinlich ist dieser Gedanke nicht. Ich hatte damit gespielt, da ich es nicht fair für sie fand. Sie wurde von so vielen Menschen geliebt. Nur ich tat es nicht. Aber ich wollte nicht einfach aufgeben und das Handtuch werfen, da ich wusste, dass es mein eigenes Vergehen war, dass ich in die Hand nehmen musste.
Lange Nächte und viele Tage saß ich da und beobachtete Quinn. Ich versuchte die Gefühle heraufzubeschwören und gleichzeitig machte es mich fassungslos, dass gerade ich, die größte Tiernärrin überhaupt so etwas tat. Als Samir kastriert wurde, brachte das eine ungewöhnliche Wende in meiner Denkweise.

Quinn hörte!

Da Samir wegen der Kastration angeschlagen war, ging ich alleine mit ihr spazieren. Das erste Mal überhaupt, dass ich alleine ohne Samir Zeit mit ihr verbrachte. Und es veränderte meine Sichtweise völlig. Quinn beachtete mich das erste Mal seit langer Zeit wieder, hörte zudem sehr gut, wenn ich sie abrief und schaute mich an. Ich war völlig begeistert und glaubte die Lösung gefunden zu haben!
Als Samir wieder gesund war, packte ich meine Sachen und ging alleine mit Quinn zum Campen. Ich wollte einige Tage mit ihr verbringen und schauen, wie es weiter funktionieren würde. Ohne Samir.

Was soll ich sagen? Ich hatte einen Hund, der ein Traum war. Ich musste nie lauter werden als nötig, bekam sie immer abgerufen und Quinn hatte nur Augen für mich. Echte Erleichterung machte sich breit. Ich begann sie zu lieben. Endlich hatte ich das Gefühl wir könnten ein Team werden.

Ein Happy End?

Für mich war es das! Das Wochenende mit uns zweien veränderte so Einiges.
Von da an, ging ich öfter alleine mit ihr weg, ließ Samir auch mal Zu Hause und verbrachte wieder mehr Zeit mit Kuscheln. Außerdem hörte ich ihr mehr zu und beachtete sie, wenn sie zu mir kam.
Samir und Quinn sind mittlerweile ein tolles Team geworden! Sie lieben sich, spielen zusammen und schlafen gemeinsam mit dem Kater Sir Finan in einem Bett. Eine richtige kleine Familie. 

Natürlich gibt es das ein oder andere kleine Ding, was wir zu bekämpfen haben und sie manchmal hat sie besondere Einfälle, aber nun hat sie sich genauso einen Platz in meinem Herzen erkämpft wie Samir. Und dieser Platz ist reserviert bis an ihr Lebensende. ❤️

Was sagst du zu dieser Sache? Hast du vielleicht schonmal etwas Ähnliches erlebt? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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